Chip, Tätowierung, beides oder gar nix?

Was ist der Unterschied zwischen der Mikrochip-Implantation und einer Tätowierung? 

Eine Tätowierung zur Kennzeichnung eines Tieres kann nur in Narkose durchgeführt werden, da dies sonst sehr schmerzhaft wäre.

Bei der - meist im Ohr von Hund/Katze gesetzten - Tätowierung handelt es sich entweder um eine reine Zahlenkombination oder um eine bestimmte Buchstaben- und Zahlenkombi. Meist haben Tierarztpraxen, Tierheime, Züchter, Zuchtverbände etc. eigene Kombinationen, an welchen später nachzuvollziehen ist, wer diese gesetzt hat.  Oft wird diese Kombi in ein Ohr gesetzt, in das andere Ohr kommt z. B. eine laufende Nummer. Dadurch ist dann nicht nur ersichtlich, wer tätowiert hat sondern auch, um welches Tier genau es sich handelt.

 

Die Implantation eines Mikrochips hingegen ist ohne Narkose durchführbar. Der Chip wird auf der linken Halsseite unter die Haut gesetzt und verbleibt dauerhaft an dieser Stelle. In SEHR seltenen Fällen KANN es passieren, dass er einige cm abwärts wandert. Dies ist allerdings weder bedenklich noch ein Problem bzgl. der Ablesbarkeit des Mikrochips. Der Chip enthält eine 15stellige, weltweit nur einmal vergebene Nummer, welche mittels eines Lesegerätes beliebig oft abgelesen werden kann.

Der Chip ist sehr klein, nur selten fühlbar, röntgenologisch sichtbar und verursacht dem Tier keinerlei Schmerzen und behindert es auch nicht. Der Haustierchip ist von einem Glasmantel umgeben und verursacht daher keine Abstoßungsreaktion.  

Hier sehen wir ein tätowiertes Ohr. 

Direkt nach der Tätowierung befindet sich noch Tätowierfarbe an der Stelle, welche nach einigen Tagen von allein abfällt und möglichst nicht abgewischt werden soll. Denn das könnte dazu führen, dass die Zahlen/Buchstaben schon bald nicht mehr gut lesbar sind.

 

 

Hier sehen wir den Vorgang der Implantation eines Mikrochips.

 

Dies ist nicht schmerzhafter als eine Impfung, obwohl die Kanüle dicker ist als die einer Impfspritze. Es blutet nicht und muss auch nicht genäht werden. Wer ganz auf "Nummer sicher" gehen will, lässt seinen Hund ca. 24 Stunden nach der Implantation nicht unbedingt im Dreck toben, schwimmen oder in die Hundeschule gehen.

Dies ist ein Mikrochip-Injektor. Es gibt einige Hersteller solcher Injektoren und das Aussehen variiert, doch das Prinzip ist immer gleich. Auch gibt es zwei Größen von Mikrochips. Dadurch können nicht nur Hunde sondern auch Katzen, Kaninchen, Frettchen etc. entsprechend gekennzeichnet werden.

 

 

Welche Vor- bzw. Nachteile gibt es? Was ist besser? 

Die Tätowierung:

Diese ist nur unter Narkose möglich, da sonst dem Tier starke Schmerzen zugefügt werden würden.

Mit den Jahren verblassen die eintätowierten Zahlen und/oder Buchstaben, so dass sie unleserlich werden. Dadurch ist mit einer reinen Kennzeichnung durch Tätowierung später eine Zuordnung Tier = Besitzer schwierig, wenn nicht sogar unmöglich.

 

Die Implantation eines Mikrochips:

Unabhängig von Hersteller, Marke oder Zeitpunkt der Implantation bleibt der Chip das ganze Tierleben lang ablesbar. 

Die Implantation selbst ist fast schmerzfrei und kann ohne Narkose durchgeführt werden. Der Chip sitzt unter der Haut an der linken Halsseite und ist in der Regel reaktionslos. 

Der Chip enthält eine 15stellige Identifikationsnummer. Diese wird auch in den blauen EU-Heimtierausweis und/oder in die Zuchtpapiere eingetragen. Somit ist eine Zuordnung der Chip-Nummer mit den entsprechenden Unterlagen durchführbar.

NICHT enthalten sind die Besitzerdaten!!

 

Wir empfehlen, JEDEN Hund chippen zu lassen und ihn zu registrieren. Warum wir dies als so wichtig empfinden, werden wir noch erklären.